Nach dem wenden in Hopfgarten war aber dann auch in Dölach alles zu!Ein kleiner Rückblick der letzten drei schneereichen Tage in Hopfgarten i. Def. von Brunner Philipp

Freitag 6:00 Uhr früh war Tagwache angesagt.Ich wollte den Schneehotspot Obertilliach möglichst früh erreichen. Wegen der Wettervorhersagen der vergangenen Tage stellte ich mich schon auf viele Aufträge und Anfragen von Zeitungen, Onlinemedien und Fernsehsendern ein. Dass mir aber ein derartig schneeintensives Wochenende bevorstand, konnte ich nicht ahnen. Auf der Fahrt dorthin, wurde ich aber über einen Lawinenabgang im Defereggental informiert und so machte ich sofort kehrt. Die Straßen in das Iseltal waren im Gegensatz zu denen auf der Drautalbundesstraße blitzblank und so kam ich gut voran. Doch am Ortseingang von Hopfgarten im Defereggen hieß es: Straße aufgrund von Lawinengefahr gesperrt. Unverrichteter Dinge wollte ich wieder in Richtung Lienz umdrehen. Bereits bei Dölach im Gemeindegebiet von Hopfgarten war dann jedoch der dortige Schranken auch schon geschlossen. So saß ich wie in einer Mausefalle gefangen. Den Vormittag verbrachte ich dann in Dölach, in der Hoffnung, dass die Sperre doch noch aufgehoben werden würde. Fehlanzeige!



Am Nachmittag fuhr ich wieder nach Hopfgarten. Mir wurde klar, hier komme ich so schnell nicht mehr weg. Bilder und Videos nahm ich teilweise bereits in Dölach und dann in Hopfgarten auf und verwertete sie medial.Nach kurzer Absprache mit dem örtlichen Bürgermeister war klar, dass ich ein bis zwei Tage wohl ausharren müsse. Am Samstag wurde mir bewusst, dass ich nicht nichts tun kann. Ich begann die Zeit zu nützen und führte ein Interview mit Bürgermeister Franz Hopfgartner nach der Einsatzbesprechung. Anschließend begleitete ich die Feuerwehr Hopfgarten, während sie Brücken absperrten. Sie befürchteten einen Wasserschwall aufgrund einer Lawine, die den Bach verlegte. Es folgten Interviews mit Gästen und Hoteliers zu Mittag. Nachmittags führte ich noch Bürgerbefragungen im einzigen Nahversorger des Ortes durch. Gegen 14:00 Uhr am Samstag hörte ich doch einen Hubschrauber in das Tal fliegen. Sofort machte ich mich auf den Weg, um zu eruieren, wo er hinfliegt. Im Defereggen eingeschlossen zu sein, war natürlich aus medialer Sicht das Beste, das mir passieren konnte. Dass dann auch noch Hubschrauberflüge und die Einsätze genau von Hopfgarten abgewickelt wurden, setzte dem Ganzen die Krone auf.
3 Tage lang wurden Print,Online und TV Medien mit Material versorgt.

Zuviel Nebel verhinderte aber auch am Samstag ein Rauskommen. Zu den Nachrichtensendungen ab 17:00 Uhr versammelten sich Feuerwehrmänner und Gemeindeeinsatzleitung im Feuerwehrhaus, um zu erfahren, wie es um den Bezirk außerhalb des Defereggentales steht. Um 18:00 Uhr war dann auch bei mir „Redaktionsschluss“. In geselliger Runde im Feuerwehrhaus wurden noch einige Highlights des Tages zum Besten gegeben.
Der Sonntagmorgen begann wieder sehr früh. Gemeldet wurde Bereitschaft des Hubschraubers ab 7:30 Uhr und das wollte ich auf keinen Fall verpassen. Durch die Rettungseinsätze der Hubschrauber hat sich Hopfgarten in Österreich zum medialen Hotspot entwickelt, jedoch kam keiner – weder Touristen noch andere Reporter - rein, nur mein Material ging in Mengen raus ;-).
Sonntagvormittag kam der Hubschrauber aus Matrei i. O.. Zuerst führte die Mannschaft des NAH Martin4 einen Transport am Tau durch und anschließend wurde ein Sichtflug für die Lawinenkomission zur Begutachtung gemacht.

Der erste kleine Lichtblick, dass es noch heute nach Hause gehen könnte. Nachdem der Hubschrauber wiedertalauswärts flog, verwertete ich Fotos und Videos. Ich packte vorsichtshalber schon einmal mein Zeug ein wenig zusammen. Gegen 14:00 Uhr die erlösende Meldung, dass für die Dauer von zwei Stunden eine Ausfahrt aus dem Tal möglich ist. Man solle sich bereit halten, um abzureisen. Zimmer bezahlt, Schneeketten runter, Sachen eingepackt und schon ging es dann endlich ab nach Lienz. Ein wahrlich filmreifes Wochenende, mit viel Arbeit trotz der Abgeschiedenheit, lag hinter mir.

Nun noch meine persönliche Statistik der Rekorde:
1. Rekord: 3 Tage das gleiche Einsatzgebiet
2. Rekord: TV-Ausstrahlungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz
3. Rekord: Durchgehender zweiminütiger Beitrag im ORF - ausschließlich mit Material aus Hopfgarten
4. Über 230 „Likes“ auf Facebook für die Brunner-Images-Firmenseite innerhalb der drei Tage
5. Über 50 neue Freundschaftsanfragen - vorwiegend aus dem Defereggental
6. Die Zugriffszahlen auf brunner-images.at überstiegen drei Tage lang täglich die 5000er Grenze
7. Über 5650 Zugriffe auf Videos des Brunner-Images-Youtube-Kanals
8. Es wurden sechs Videos vor Ort geschnitten mit insgesamt 8,5 Minuten Länge


Danken möchte ich noch aufs Allerherzlichste vor allem der Feuerwehr Hopfgarten, allen voran Kommandant Markus Tönig, für die gute Zusammenarbeit und Mithilfe in den vergangenen drei Tagen. Weiters gilt mein Dank der Gemeindeeinsatzleitung mit Bgm. Franz Hopfgartner an der Spitze. Dem ORF-Team in Lienz Markus Mayr und Ropert Hippacher für eine perfekte Abwicklung. Auch allen ein Herzliches Dankeschön die mir Fotos aus ganz Osttirol gesendet haben.

Zusatz für Kritiker die sich auch schon zu Wort gemeldet haben: Brunner Images begab sich zu keinem Zeitpunkt in irgendwelche Gefahrenbereiche oder dergleichen. Fotos und Videos wurden nur in gesicherten Bereichen angefertigt.

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Bildquellen: 
Stefan Hopfgartner, Payr Gottfried,Brunner Images, 

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